Die Beratungskommission unterliegt dem Selbstbefassungsrecht. Es besteht also kein Anspruch der betroffenen Migrantin / des betroffenen Migranten auf Behandlung ihrer / seiner Angelegenheit. Eingaben an die Beratungskommission können an die Geschäftsstelle der Kommission:
Stadt Köln, Amt für öffentliche Ordnung, Ausländerangelegenheiten, Geschäftsstelle der Ausländerrechtlichen Beratungskommission, Ottmar-Pohl-Platz 1, 51103 Köln,
oder direkt an ein Kommissionsmitglied gerichtet werden. Es sind ausführlich die Gründe darzulegen, weshalb eine Abschiebung eine besondere Härte darstellen würde.
Die ausländerrechtliche Beratungskommission setzt sich aus zehn Mitgliedern zusammen. Jeweils ein Mitglied der im Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen stimmberechtigten Fraktionen. Jeweils zwei Vertreter/innen der freien Wohlfahrtspflege, ein/e Vertreter/in der Flüchtlingsberatungsstellen, ein/e Vertreter/in des Integrationsrates, ein/e Vertreterin des interkulturellen Referates und der/des Leiterin/s der Ausländerbehörde.
Der Geschäftsführer des Fördervereins Kölner Flüchtlingsrat e.V., Claus-Ulrich Prölß, wurde als Vertreter des Integrationsrates der Stadt Köln in die Ausländerrechtliche Beratungskommission berufen.
Nähere Informationen erhalten Sie in der Geschäftsstelle des Kölner Flüchtlingsrates.
Runder Tisch für Flüchtlingsfragen der Stadt Köln
Eine langjährige Forderung des Kölner Flüchtlingsrates nach Schaffung einer kommunalen „Flüchtlingspolitischen Plattform“ wurde mit der Einrichtung des Runden Tisches für Flüchtlingsfragen – ausgehend von einem Beschluss des Kölner Stadtrates zur Neuausrichtung der Kölner Flüchtlingspolitik am 17.06.2003 - umgesetzt.
Der „Runde Tisch“ besteht aus Vertreter/innen des Stadtrates, verschiedener Ämter und Dienststellen der Stadt Köln (Dezernat Soziales, Umwelt und Integration, Amt für öffentliche Ordnung, Amt für Soziales und Senioren, Jugendamt, Wohnungsversorgungsbetrieb), der evangelischen und katholischen Kirche, der Verbände der freien Wohlfahrtspflege, freier Träger und der Polizei. Seine Geschäftsstelle ist beim Wohnungsversorgungsbetrieb der Stadt Köln angesiedelt.
Der Förderverein Kölner Flüchtlingsrat e.V. ist von Anfang an Mitglied des „Runden Tisches“.
Eine der ersten Aufgaben des „Runden Tisches“ bestand in der Entwicklung eines Unterbringungs- und Betreuungskonzeptes für Flüchtlinge. Dieses Konzept wurde vom Kölner Stadtrat als „Leitlinien zur Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in Köln“ am 20.07.2004 verabschiedet. Seitdem wird das Konzept, das insbesondere mehrere Integrationsphasen für Flüchtlinge vorsieht und den Auszug aus Wohnheimen bzw. den Bezug von Privatwohnungen ermöglicht, kontinuierlich umgesetzt.
In der Folgezeit arbeitete der „Runde Tisch“ u. a. an Konzepten zur Integration von Flüchtlingen und zum Ehrenamtlichen Engagement. Auch die Betreuung von Flüchtlingen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, ist immer wieder Thema in den Sitzungen des „Runden Tisches“.
Aktuell hat sich der „Runde Tisch“ der Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen ohne Papiere in der Stadt Köln angenommen.
Weitere Informationen zum „Runden Tisch“ erhalten Sie in der Geschäftsstelle des Kölner Flüchtlingsrates.
Arbeitskreis Asyl Köln
Der Arbeitskreis Asyl Köln (AK Asyl) ist ein Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Köln und hat insbesondere Aufgaben:
Informationsaustausch und Kooperation,
Behandlung flüchtlingsspezifischer Themenstellungen,
Weiterentwicklung des Dialogs mit der Stadt Köln,
Durchführung gemeinsamer Maßnahmen,
Stellungnahmen zu Problemfeldern bei der Umsetzung der Flüchtlingspolitik von Stadt und Land.
Obwohl der Kölner Flüchtlingsrat keinem Wohlfahrtsverband angehört, ist er im AK Asyl als "Gast" vertreten.